Studie bestätigt wachsenden europäischen Einfluss auf die globale Tech Branche

November.30.2017

Der heute veröffentlichte "State of European Tech Report 2017" sieht für Europa in diesem Jahr mit 19 Mrd. US-Dollar einen neuen Rekord bei den Tech Investments. Die gemeinsam von Atomico und Slush erstellte sowie von Orrick und der Silicon Valley Bank unterstützte Studie ist der jüngste Beweis für den wachsenden Einfluss Europas auf die globale Tech Branche.

Der Bericht, der heute auf der jährlichen Slush Konferenz im finnischen Helsinki, der größten Venture Veranstaltung in Europa, vorgestellt wird, skizziert fünf wichtige Trends, die auf einer datengetriebenen Analyse des führenden Venture Capital Investors Atomico basieren. Die Studie ist hier abrufbar. Alle fünf Trends weisen auf den wachsenden Einfluss der europäischen Tech Branche hin:

  1. Starker und stabiler Wachstumstrend. Es ist ein weiteres Rekordjahr für Europa mit etwas mehr als 19 Mrd. US-Dollar, verglichen mit 14,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2016. Es ist auch ein Rekordjahr für Finanzierungsrunden über 50 Mio. US-Dollar und mehr – voraussichtlich mehr als 50 in 2017 nach dem bisherigen Allzeithoch von 43 im Jahr 2015. Dabei gibt es diese Finanzierungsrunden nicht nur in den traditionellen Märkten Großbritannien und Deutschland sondern auch in den Niederlanden, Spanien, Finnland und Slowenien.
  2. Deep Tech in Europa weiter stark im Kommen. In 2017 dürfte in Europa die Rekordsumme von 3,5 Mrd. US-Dollar in Deep Tech investiert werden, ein Anstieg von 40% gegenüber 2016. Europa hat sich zudem bei der explosionsartigen Ausdehnung der Aktivitäten in den Bereichen Krypto / Blockchain an vorderster Stelle positioniert. In Europa gibt es mehr Blockchain-Entwicklungsprojekte und mehr Teams, die das neue ICO-Modell nutzen, um in Europa Kapital aufzunehmen, als in jeder anderen Region weltweit.
  3. Regulatorische Anpassungen erforderlich - Chance auf Wettbewerbsvorteile. In der europäischen Tech Community herrscht breite Übereinstimmung, dass der regulatorische Rahmen geändert werden sollte, um Anreize für die Entwicklung von Alternative Intelligence (AI), Blockchain sowie autonomen Fahrzeugen zu schaffen.
  4. Europa arbeitet auf einzigartige Weise mit der traditionellen Industrie zusammen. Im Jahr 2017 gab es 637 Finanzierungsrunden, an denen mindestens ein Unternehmen als Investor beteiligt war, gegenüber 2012 ein Anstieg um 600%; mittlerweile stammen rund 20% aller Mittel bei Wachstumsfinanzierungen von Unternehmen (Corporate Venture Capital).
  5. "Battle Royale" um Tech Talente. Die Zahl der professionellen Entwickler ist in Europa auf 5,5 Millionen gestiegen. Großbritannien bleibt das Zielland Nummer eins für Tech Talente, die nach Europa und innerhalb Europas migrieren, scheint aber gegenüber anderen europäischen Ländern wie Deutschland und Frankreich an Boden verloren zu haben.

Orrick steht an der Spitze dieser Trends und hat in 2017 zu mehr Venture Capital Investitionen in Europa und zu mehr M&A Exits weltweit beraten als jede andere Anwaltskanzlei.

„Die diesjährige Ausgabe des State of European Tech Reports zeigt, dass Europa zu einer treibenden Kraft im internationalen Tech Bereich geworden ist.“, sagte Chris Grew, Londoner Partner in unserer Technology Companies Group. „Dabei sind für uns drei Dinge aus juristischer Sicht besonders hervorzuheben: (a) die anhaltende Investitionslust, (b) das zunehmende Verständnis von Silicon Valley und USA nicht nur als Exit-Ziel sondern als Chance auf Wachstum und Investments sowie (c) die Möglichkeit, aus Compliance-Strategien in den komplizierten EU-Märkten Wettbewerbsvorteile zu ziehen. Wir hoffen, dass die europäischen Regulierungsbehörden dem Ruf dieser Studie nach pro-aktiven Innovationsregeln in Bereichen wie Drohnen, selbstfahrenden Autos und Kryptowährungen folgen.“

„Im deutschen Tech Markt spielen Unternehmen bei Wagniskapitalfinanzierungen mittlerweile eine bedeutende Rolle und sind regelmäßig in Finanzierungsrunden  anzutreffen“, ergänzt Dr. Sven Greulich, Partner im Düsseldorfer Orrick Büro, der laufend sowohl Wachstumsunternehmen als auch (Corporate) Investoren bei Finanzierungsrunden und darüber hinaus berät.

„Dass die USA große Chancen nicht nur im Hinblick auf Exits sondern gerade auch bei Finanzierungen und Expansionsstrategien bieten hat sich in der deutschen Branche mittlerweile rumgesprochen. Die Praxis birgt eine Reihe von Fallstricken, die Chancen überwiegen jedoch bei weitem“, so Dr. Thomas Schmid, Partner im Münchener Büro von Orrick, der gemeinsam mit dem internationalen Tech Team von Orrick bereits eine Vielzahl an Wachstumsunternehmen und (Corporate) Investoren bei Finanzierungen und Expansionsprojekten in den USA beraten hat.

In der deutschen Tech Branche hat Orrick in diesem Jahr bereits u.a. mit zwei (Corporate) Venture Capital Leitfäden auf sich aufmerksam gemacht, die sowohl bei Wachstumsunternehmen als auch bei (Corporate) Investoren auf großes Interesse stoßen: